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Donnerstag, 26. Februar 2015

Cornwall Tag 3

¨Heute war der 3. Tag in Cornwall, in unserer Unterkunft in St. Austell. Als wir heute morgen aus dem Fenster schauten sah es gar nicht gut aus mit dem Wetter, es regnete schon die ganze Nacht und kalt war es auch. Ein Blick in die Wetter App verriet uns aber, dass es mittags und abends schön werden soll. Also machten wir uns auf den Weg zur bus station, die nur 200 m von unserem B&B entfernt liegt. Wir haben uns für Fowey entschieden, das liegt rund 8km östlich von St.Austell. Der Bus Nr. 524 brachte uns innerhalb von 30 min. dorthin. Als wir ankamen fing es wieder leicht an zu regnen, doch so schnell wie der Regen kam, so schnell ging er auch wieder! Vom Hafen in Fowey ging es dann wieder auf den southwest coast path. Das besondere an Fowey ist der gleichnamige Fluss, der an dieser Stelle ins Meer mündet, auch Ästuar genannt, einer der Flut ausgesetzten Flussmündung.

Entlang des Pfades gingen wir nun in Richtung Leuchtturm, der klein am Horizont zu sehen war. Obwohl dieser Küstenabschnitt nur wenige Kilometer von dem Abschnitt entfernt liegt, an dem wir gestern gewandert sind, ist die Natur hier ein bisschen anders. Es gab keine Sandbuchten, eher schroffe Kiesbuchten und Felsen an denen sich die Wellen brachen - Küstenerosion, genau das richtige für Geographen :D Unser Weg führte uns vorbei an malerischen Buchten und auf halber Strecke über eine Kuhwiese, was mir zunächst nicht so behagte, aber die Kühe waren alle zu sehr mit fressen beschäftigt, als das sie großartig Notiz von uns genommen haben.  Gut für uns, denn so konnten wir die Kühe ohne Gefahr ablichten.


Apropos fotografieren......auf halber Strecke haben wir an meine Nikon D5200 Benoîts Fisheye Objektiv geschraubt. Mit diesem Ultraweitwinkel Objektiv bekommt man besonders viel aufs Bild. 


Unser Ziel war der rot/weisse Leuchtturm auf einem Hügel. Völlig kaputt aber glücklich erreichten wir endlich gegen 15 Uhr den Leuchtturm. 


Das Wetter war inzwischen in Bestform und die Sonne wärmte unsere vom Wind kalten Gesichter. Hier oben zog es wie Hechtsuppe aber der Ausblick war dafür genial. Man konnte sogar bis nach St.Austell gucken, wo wir gestern wandern waren. Nach einem kleinen Mittagspäuschen mit Crossaints, Powerriegel und Wasser ging es den gleichen Weg wieder zurück. In Fowey nahmen wir dann wieder den Bus 524 zurück nach Hause. An den Linksverkehr werden wir uns wohl nie gewöhnen ;D  
Morgen haben wir vor an die Nordküste zu fahren, in den Ort Newquay. Dort befindet sich eine tolle Bucht mit Sand, an der man bestimmt tolle Fotos machen kann. Alles rund um unseren 4. Tag in Cornwall morgen, erfahrt ihr dann wie immer abends :)
Wir können auf jeden Fall jetzt schon sagen, dass Cornwall eine Reise wert ist. Wer gerne draußen an der frischen Luft ist, gerne wandert oder fotografiert und sich für die Landschaft mit den rauen Klippen und Kiesbuchten interessiert, ist hier genau richtig!


Wir hoffen wir konnten euch einen Eindruck in die unglaublich schöne Landschaft geben und hoffen, dass ihr auch weiterhin dabei bleibt. 

Bis morgen euer Ben & eure Julia 

Mittwoch, 25. Februar 2015

Cornwall Tag 2

7:00 Uhr im Beech tree guesthouse in St. Austell - der zweite Tag beginnt. Raus aus den Federn!
Mit Spannung was der heutige Tag wohl bringen mag machten wir uns fertig für das breakfast. Man konnte zuvor wählen was man essen will. z.B. Toast, gekochtes Ei oder Würstchen mit Bohnen. Benoît wählte ein Croissant, Toast und ein Schokoladenbrötchen. Ich habe Toast mit Marmelade, Rührei und Hash Brown, eine Art Kartoffelrösti gegessen. Dazu gab es englischen Tee. Um 10 ging es dann los. Mit unseren Deuter bzw. Jack Wolfskin Rucksäcken, unseren Wanderhosen und Softshell Jacken machten wir uns auf. Unser Plan für heute ist: bis Charlestown gehen, wo ein schöner Hafen sein soll und von dort aus über den Southwest coast path an den Klippen entlang bis Mevagissey wandern, einem Fischerort am Meer. Der southwest coast path ist durch ein Eichel - Symbol gekennzeichnet.

Doch zunächst erreichten wir Charlestown, ein kleines Dorf mit einem kleinen Hafen. Sofort entdeckten wir tolle Motive zum fotographieren und von dort an waren unsere Kameras im Dauereinsatz :D Im Hafenbecken haben wir neben Möven auch eine Robbe entdeckt, die sich vom Wasser treiben lies und dabei ihren Kopf aus dem Wasser streckte. 
Direkt neben dem kleinen Hafen begann der southwest coast path. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, wie viel Kilometer es am Ende sein werden. Um die Route nachverfolgen zu können lassen wir die App Runtastic auf Julias Handy mitlaufen.  Von nun an hieß es bergauf - berg runter. So hügelig hatte ich es mir nicht vorgestellt, aber die Strapazen zahlen sich aus wenn man die Bilder am Ende im Kasten hat wenn man oben auf einer Klippe steht. 


Nach einigen Kilometern Fußmarsch erreichten wir den ersten Strand aus Kies. Wir trafen ein altes Ehepaar, dass uns verriet, dass sich schon seit einigen Wochen in dieser Bucht Robben aufhalten. An diesem Strand haben wir dann erstmal unser ganzes Fotoequipment ausgepackt und aufgebaut. Mit Hilfe eines 64er ND Filters haben wir Langzeitbelichtung am Strand gemacht, wodurch die Wellen und das Meer ganz glatt aussehen. Das Wasser war zu unserer Überraschung ganz klar und hell blau, wie im Mittelmeer oder der Südsee. Das Wetter heute war auch auf unserer Seite. Bei 11 Grad und Windstille ließ es sich gut wandern. Kilometer um Kilometer bahnten wir uns den Weg durch die Natur. Da es nachts geregnet hatte, war der Boden sehr matschig und schwer zum gehen.
Vor allem die Aufstiege zwischen den Klippen hatte es in sich :D
Am Ende des Tages sollten es 13 Kilometer sein die wir gewandert sind, mehr als wir vorher gedacht haben. Für den Rückweg haben wir einen Bus für 3 £ pro Person zurück nach St.Austell genommen. Das war auch gut so, denn die Beine machten sich langsam bemerkbar.  








Wir freuen uns euch morgen schon die Fortsetzung zu zeigen!
Euer Ben und eure Julia !


Dienstag, 24. Februar 2015

Finally arrived in Cornwall...

Cornwall Tag 1

24.02.2015

Heute haben wir den Zug um 5:24 Uhr in Welkenraed (Belgien) genommen. Der Zug fuhr wie geplant pünktlich ab und kam auch ebenso pünktlich in Bruxelles-Midi an. Dort hieß es dann erst einmal 2 Stunden warten. Nach einer kurzen Verschnaufpause kauften wir uns ein bisschen Gebäck für das Frühstück und ließen es uns richtig schmecken. Mit einem Auge auf den Rucksack des anderen gerichtet, warteten wir noch einige Minuten. Die Zeit der Abfahrt rückte jedoch beständig näher und schon bald konnten wir in den gesicherten Bereich des Vereinigten Königreiches eintreten und dort die letzten Augenblicke abwarten. 
8:35 Uhr: Das Boarding beginnt und wir erreichen unser Abteil recht zügig. Schnell unsere Rucksäcke auf die Ablage hoch heben. Puh geschafft! Jetzt geht’s los!
Danach verlief die Reise eigentlich sehr reibungslos. Wir haben die U-Bahn in London sofort gefunden und auch die Ticketautomaten am Bahnhof Paddington. Danach hatten wir uns eine kleine Stärkung verdient. McDonalds der Freund der Reisenden begrüßte uns. Der überaus freundliche Service (Bedienung an den Tisch, Türe aufhalten und auch abräumen) hat uns sehr gefreut. 

Nur noch einige Minuten warten und da begann auch schon das Boarding auf Plattform 3. In Richtung Cornwall ging es dann los. Doch erst musste noch die Frage des Gepäcks gelöst werden. Wohin sollten wir unsere riesigen Trekkingrucksäcke verstauen, denn die Fächer in diesem "national train" waren etwas kleiner als die im Eurostar. Nach viel quetschen und drücken steckte Benoît’s Rucksack fest. Julia’s Deuter wurde dann zwei Reihen hinter uns verstaut; was uns nur zu zweit gelang. PUHHH ausruhen und erstmal 4 Stunden Zug fahren, schon wieder !!!!


Nach etwa 1:30 h gingen uns dann die Getränke aus und wir mussten unsere sicher verstauten Rucksäcke erneut aus den Fächern holen um an den Rest unserer Vorräte zu gelangen. 
Nach etwa 2 Stunden wurde die Landschaft immer schöner und schöner. Vorbei an Estuaren und breiten Flüssen fuhren wir gemütlich durch die grüne Landschaft und ließen uns von der tief stehenden Sonne die Gesichter wärmen. Um 16:00 Uhr sind wir dann endlich in St.Austell angekommen, und waren erstaunt, dass unser B&B nur 1 Gehminute von der train station entfernt lag. Den Restabend haben wir dann damit verbracht, uns St.Austell anzuschauen und etwas leckeres essen zu gehen. Morgen geht es direkt nach dem Frühstück ans Meer, das ist nur etwa 20 - 30 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt. Jetzt gehts erstmal ins Bett ;D

Was morgen passiert und evtl. schon einige Bilder folgen morgen ;)

Ben und Julia :)

Montag, 23. Februar 2015

England wir kommen...

Liebe Leser,

Morgen ist es so weit, wir fahren nach London und von da aus dann nach Cornwall. Dank eines tollen Angebotes wurde uns diese Reise ermöglicht. Die Rucksäcke sind gepackt und die Akkus geladen. Ich hoffe, dass wir euch viele tolle Bilder mitbringen werden und auch so einige andere Geschichten. Dieses Mal wollen wir auch filmen und mal sehen was dabei herum kommt.

Hier ein kleines Bild von mir mit dem fertig gepackten Reiserucksack samt Ausrüstung:

Auch Julia hat ihren blauen Deuter air contact 40+10 Liter bis an die Belastungsgrenze gepackt. Unsere Reise führt uns an die Südküste von Cornwall, in den kleinen Ort St. Austell. Dort werden wir 4 Nächte übernachten, bevor wir wieder zurück nach London fahren. Dort haben wir noch 1 1/2 Tage um viele Fotos und Videos zu machen. Da wir schon einmal in London waren, brauchen wir nicht mehr alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Vielmehr können wir den Flair dieser Stadt genießen und uns auf die Fotografie konzentrieren.
Sobald wir angekommen sind und das erste Material im Kasten ist, werden wir euch informieren.
Bis dahin, euer Ben & Julia


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Insel-Hopping: Exkursion Kanarische Inseln. Tag 1: El Hierro

Nach meinem letzten Post, in dem ich bereits über die vier Tage auf Teneriffa vor der Exkursion berichtet habe, komme ich jetzt zur eigentlichen Exkursion.
 
Am 16. September um 13 Uhr sollte das Treffen mit dem Professor und den anderen Exkursionsteilnehmern sein. Treffpunkt war ein Café am Strand von Los Christianos in der Nähe des Hafens, denn wir fahren ja mit der Fähre schon am gleichen Tag nach El Hierro.
Also haben wir bis ca. 11 Uhr am Hotelpool gechillt und unsere letzten Sachen gepackt. Um 12 Uhr haben wir ausgecheckt und haben uns schwer bepackt mit großem Trekkingrucksack und kleinem Tagesrucksack auf den Weg zum Treffpunkt gemacht. Der Treffpunt war nicht weit vom Hotel, nur etwa 5-10 Gehminuten, aber mit 13 kg Gepäck auf dem Rücken und 5 kg am Bauch in der Mittagssonne haben wir fast 15 Minuten für die Strecke gebraucht :D Obwohl wir echt langsam waren, waren wir schon um 12:15 dort ...45 Minuten zu früh. Weil Ankas (eine der zwei Mädels, die mit mir auf Teneriffa Urlaub gemacht hat) Sonnenbrille schon nach vier Tagen Teneriffa den Geist aufgegeben hatte sind wir dann nochmal die Promenade entlang gegangen, denn da gab es in jedem Laden einen Haufen günstiger Sonnenbrillen. Die Suche war aber garnicht so einfach weil fast jede Sonnenbrille entweder ein gefaktes Markenemblem (Gucci, Ferrari, D&G) hatte oder viel zu groß war :/
Nach langem Suchen haben wir dann doch noch eine halbwegs ansehnliche Brille für Anka gefunden, zwar von Ferrari mit gefaktem Ferrari- Logo aber im Vergleich zu den anderen Brillen noch das geringste Übel! Mit neuer Sonnenbrille im Gepäck ging es zurück zum Treffpunkt, wo es sich Antonia bereits mit unseren Rucksäcken auf einer Parkbank gemütlich gemacht hatte. Mittlerweile war es 12:45 und die ersten Exkursionsteilnehmer haben sich am Treffpunkt eingefunden. Unser Professor, der sein Gepäck bei uns abgestellt hatte, nutzte die letzten Minuten um noch einmal in den Atlantik zu springen :P seine Lieblingsbeschäftigung wie wir noch feststellen werden.
Pünktlich um 13 Uhr war aber auch der Professor wieder an Land und die Studenten scharrten sich um ihn. Beim durchzählen fiel auf, dass zwei Mädels fehlten (zwei Freundinnen, von denen wir wussten, dass sie bereits 10 Tage auf der Insel waren um "streifenfrei braun zu werden" :D). Hektisch telefonierte jemand den beiden hinterher um zu erfragen, wo sie denn stecken. Nach einem kurzen Gespräch war klar: die beiden haben vor lauter sonnen vergessen wann das Treffen mit der Gruppe war und einfach noch etwas am Pool gelegen. Zwar hatten die beiden schon gepackt, aber waren total überrascht, dass alle anderen auf sie warteten. Hektisch wurde ein Taxi bestellt, was die beiden zum Hafen nach Los Christianos brachte. Doch dann das nächste Problem: die beiden fanden den Treffpunkt, bzw. die Gruppe nicht. Wieder rief eine der beiden an und ließen sich schließlich per Telefon von uns zum Treffpunkt lotzen. Als schließlich alle Teilnehmer anwesend waren ging es auf die Fähre. Unsere große Gruppe erregte natürlich direkt das Aufsehen der anderen Passagiere :P. Wir sicherten uns einen Platz am Heck des Schiffes, an der großen Fensterfront der Fähre. Von hier aus hatte man einen guten Blick. Gegen 17:20 war es dann soweit- die Fähre startete....in 4 Stunden sollten wir in El Hierro ankommen. "Eine Seefahrt die ist lustig eine Seefahrt die ist schön..."- nicht wirklich! Nach etwa 1 Stunde war mir kotzübelschlecht :D. Auch das Starren auf einen festen Gegenstand und das hektische Herumkauen auf einem Kaugummi, der extra gegen Übelkeit war, halfen nichts. Also verbrachte ich die restliche Zeit bis zur Ankunft auf der Toilette. Plötzlich klopfte es dann an der Toilettentür "Julia wir sind da!" ....schon früher als gedacht :) Die anderen standen schon schwer bepackt aufgereiht vor der Tür und konnten es kaum erwarten raus zu kommen. Mit weichen Knien trottete ich hinterher und war froh endlich wieder "festen" Boden unter den Füßen zu haben....wenn man davon bei einer Insel sprechen kann. Nach gefühltem stundenlangen Hin- und Her hatte dann jeder einen Platz in einem der Mietautos gefunden. Einmal quer über die Insel ging es, bevor wir an unserer Apartmentanlage in La Frontera im NW der Insel ankamen.

Mittlerweile war es schon dunkel draußen und alle wollten nur noch schlafen. Auf der Dachterrasse der Anlage gab es dann noch eine kurze Besprechung für den morgigen Tag, denn es war unser einziger auf El Hierro :/ 3 Studenten, inklusive mir, hatten vorab über das Internet eine spezielle Geldkarte bestellt, auf der jeweils 200 € aufgeladen waren. Mit dieser Karte kann man nur auf El Hierro bis Ende 2014 in teilnehmenden Restaurants oder Geschäften bezahlen. Nur was zur Hölle sollen wir mit insgesamt 600 € an einem Tag anstellen???
Was wir mit dem Geld gemacht haben und wie unser Tag auf el Hierro sonst so war kommt im nächsten Teil ;)

Bis dann,

Julia

Dienstag, 21. Oktober 2014

Ab auf die Insel - Exkursion Kanarische Inseln 2014

Meine Exkursion im Bachelor führte mich auf die westlichen Kanarischen Inseln El Hierro, La Gomera, La Palma und Teneriffa. Wir machen Insel-Hopping, d.h. wir fahren mit der Fähre von Insel zu Insel. Wir starten auf Teneriffa im Ort 'Los Christianos', fahren mit der Fähre nach El Hierro der westlichsten Insel, danach geht es mit einem kurzen Umweg über Teneriffa weiter nach La Gomera und zum Schluss fahren wir von Gomera nach Palma, bevor es mit der Fähre wieder zu unserem Ausgangspunkt Los Christianos auf Teneriffa geht. 

Unsere Route mit den Fähren
Los geht's:
Zum 2. Mal dieses Jahr besuche ich die Kanaren! Ich war im März mit meiner Mutter schon mal auf Gran Canaria. Im Ort Maspalomas, im Süden Gran Canarias, haben wir eine Woche lang  Urlaub gemacht. Doch diese Reise wird ganz anders sein, weg vom Massentourismus, Natur pur und tolle Landschaften, das erhoffe ich mir von dieser Exkursion. Bevor es wirklich los geht mit der Exkursion habe ich noch vier Tage mit zwei Kommilitonen auf Teneriffa verbracht um ein wenig zu entspannen und den Sommer nachzuholen. Wir haben im Ort Los Christianos in einem Hotel mit Kochmöglichkeit gewohnt. Ein Supermarkt war direkt um die Ecke, sodass wir uns jeden Tag etwas kochen konnten. Meistens gab es Salat mit Tomaten, Oliven und Baguette oder Spaghetti mit Tomatensoße. Die ersten zwei Tage haben wir entweder am Strand oder am Pool des Hotels verbracht, doch das wurde uns ziemlich schnell langweilig. Los Christianos ist ein typischer Touristenort, an der Promenade reihen sich die typischen Souvenirläden mit Hüten, Bademode und Sonnencreme zu überteuerten Preisen aneinander. Dicht an dicht liegen die Leute am Strand und ließen sich von der Sonne bräunen. Los Christianos war einmal ein kleines Fischerdorf, verträumt, im Süden Teneriffas. Unfassbar, wie schnell sich innerhalb weniger Jahrzehnte daraus ein touristischer Hot-Spot entwickelt hat.
Rechts seht Ihr ein Foto von der Strandpromenade von Los Christianos. Im Hintergrund erkennt man die Nachbarinsel La Gomera, die wir im Laufe der Exkursion auch noch sehen werden. Von unserem Hotelzimmer aus konnte man den Gipfel des Teide und La Gomera sehen. An unserem 2. Abend hab ich diesen unfassbar schönen Sonnenuntergang fotografiert.  
 
 
 
An unserem dritten Tag auf Teneriffa wollten wir nicht schon wieder am Strand liegen und nichts tun, also haben wir uns mit anderen, die auch schon ein paar Tage früher auf der Insel waren, getroffen und sind eine Stunde lang mit dem Bus bis zur Talstation des Pico del Teide gefahren, einmal quer über die Insel. Kilometer um Kilometer quälte sich der Bus die Serpentinen hoch. An manchen Stellen hatte ich echt Angst, dass wir abstürzen :D aber der Busfahrer macht die Tour ja schließlich jeden Tag. Für die Hin-und Rückfahrt bis zum Fuße des Teides habe ich insgesamt 13,90 € bezahlt. Viel Geld, aber dafür ist man auch zweimal quer über die Insel gefahren und hat viel von der Insel gesehen. An der Art der Vegetation konnte man deutlich erkennen, dass man die verschiedenen Höhenstufen durchquerte. Ich habe immer wieder versucht vom Bus aus Fotos zu machen, was aber mächtig schief gegangen ist :D. 11:20 Uhr: Oben an der Talstation der Seilbahn angekommen wurde mir schon etwas mulmig zumute als ich sah wie weit es noch bis zum Gipfel ist, und das ich gleich in einer kleinen Gondel an einem Seil in über 2300 m Höhe hängen werde. Für den Weg bis zum Krater auf 3718 m (dem höchsten Punkt Spaniens), der noch etwa 200 m von der Seilbahnstation oben entfernt ist, haben wir zuvor eine Bescheinigung im Internet ausgefüllt und ausgedruckt. Nur mit dieser Bescheinigung kann man das letzte Stück bis zum Krater hochgehen. Wir hatten uns für 13-15 Uhr eingetragen. Doch schon als wir näher kamen beschlich uns das Gefühl, dass hier was nicht stimmt. Ungewöhnlich viele Menschen tummelten sich an dem Infostand der Gondel. Und dann das: die Gondel kann nicht fahren, weil der Wind mit über 100 km/h zu schnell war. Ich konnte es nicht glauben, wir sind mit dem Bus eine Stunde bis hier hin gefahren und können jetzt nicht auf den Gipfel weil es zu windig ist?! Was nun? Wieder umkehren? Nein....der nächste Bus fährt erst um halb 4 wieder zurück nach Los Christianos. Also blieb uns nichts anderes übrig als das Beste aus der Situation zu machen. Schade war es schon, dass wir nicht hoch konnten, vor allem weil wir extra diese Bescheinigung ausgefüllt haben. Aber gegen die Launen der Natur kann man nichts machen! Also beschlossen wir am Fuße des Teides auf den ausgeschilderten Wanderwegen zu wandern. Wir sind dann aber doch einfach querfeldein gelaufen und einen Hang hinaufgeklettert der uns als geeignet erschien.
Doch der Weg nach oben war gar nicht so einfach; die losen Basalte erschwerten den Aufstieg. Oben am Hang angekommen trafen wir zwei Mädels aus Deutschland, die ursprünglich auch auf den Gipfel des Teides wollten und nun alternativ, wie wir, zu Fuß den Vulkan erkunden. Die beiden haben das Gruppenfoto gemacht. Anders als wir waren die beiden in Turnschuhen unterwegs. Ganz schön gefährlich, denn die Basalte können z.T. scharfkantig sein, wie wir auf El Hierro noch feststellen werden. Wir haben eine kleine Pause gemacht, etwas gegessen und weiter ging es. Beim Abstieg konnten wir in der Ferne schon den eigentlichen Wanderweg sehen, den wir eigentlich gehen wollten. Weil wir nicht wussten wie lange wir für den Weg brauchen werden, haben wir uns sehr beeilt und waren schon gegen 14 Uhr wieder zurück an der Seilbahnstation. Die restliche Zeit bis halb 4 haben wir uns mit Kartenspielen oder dem kostenfreien WLAN an der Seilbahnstation vertrieben. Sofort habe ich Benoît in China von der Situation berichtet. Der lag allerdings wegen der Zeitverschiebung von 7 Stunden zwischen den Kanaren und Shanghai schon im Bett. Um halb 4 kam dann endlich der Bus der uns wieder nach Los Christianos bringen sollte. Obwohl wir nur 2-3 Stunden gewandert sind, waren wir alle froh, dass es wieder zurück an die Küste geht. Morgen ist der letzte freieTag, dann beginnt die Exkursion auf die wir alle so lange hin gefiebert haben.
 
Der letzte Tag in Los Christianos:
Am letzten Tag in Los Christianos habe ich die Zeit genutzt um noch ein letztes Mal am Pool zu entspannen, bevor es morgen los geht. Während der Exkursion werden wir wohl weder die Zeit noch die Gelegenheit haben faul in der Sonne zu liegen. Am Nachmittag habe ich mich dann noch mal aufgemacht um ein wenig zu fotografieren. Besonders Blüten und der Strand haben es mir angetan. Rote Hibiskus Blüten und Strelitzien mag ich besonders.
 
 
Das war's erstmal ...bald folgt dann alles rund um die Exkursion!
Bis dann Julia ;)